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Das Klima ist ein heikles Thema, denn dem Maledivenurlauber wäre es am liebsten, es würde ihm jemand garantieren, daß während seiner geplanten
Urlaubszeit die Sonne scheint, Regen nur in der Nacht fällt, stets eine sanfte Brise für Kühlung sorgt und das Meer glasklar ist. In der Sahara
sind solche Wettervorhersagen möglich, in den Tropen geht das nicht. Dem Regen verdanken sie ihre dichte, üppige Vegetation und die schattenspendenen Palmen.
Rein statistisch nimmt die jährliche Niederschlagsmenge innerhalb der Malediven von Süden nach Norden gleichmäßig ab. Außerdem ist die durchschnittliche
tägliche Sonnenscheindauer in den nördlichen Regionen länger, denn der dort niedergehende Regen kommt in heftigeren Schauern
und in kürzerer Zeit herunter als in Äquatornähe. Je weiter man im Norden ist, desto ausgeprägter sind allerdings jahreszeitliche Temperaturunterschiede.
Während auf Male und südlich davon das ganze Jahr nahezu die gleichen Tages- und Nachttemperaturen herrschen, schwanken sie einige hundert Kilometer
weiter im Norden (Shaviyani Atoll oder Raa Atoll) zwischen 33° C im Juli, August und 28 ° C im Februar und März. Die Luftfeuchtigkeit
erscheint mit durchschnittlich 80 % recht hoch, ist jedoch dank einer ständigen Brise vom Meer her im allgemeinen gut zu vertragen.
Bei allem, was man über das Wetter auf den Malediven liest, muß man sich bewußt sein, daß es sich um statistische Aussagen handelt,
deren Wahrheitsgehalt für ein bestimmtes Jahr, einen bestimmten Monat oder gar eine bestimmte Woche sehr gering ist - anders als in unseren
Breitengraden gitb es keine klar voneinander abgegrenzten Jahreszeiten mit "schönem" und "weniger schönem" Wetter. So existieren dann auch
nur wenige Aussagen, die (fast) immer zutreffen: Egal wann man auf den Malediven Urlaub macht, wird man die überwiegende Zeit sonnige Tage und
warme Nächte erleben. Die Schattentemperaturen werden tagsüber nicht über 33° C ansteigen und nicht unter 26° C fallen. Nachts klettert die
Temperatur nicht über 26° C und sinkt nicht unter 23° C. Während der Monate Januar, Februar und März ist die Wahrscheinlichkeit, viele Tage klares,
ruhiges und sonniges Wetter zu haben höher als in den Monaten Mai, Juni und Juli. Von Oktober bis April (Nordostmonsun oder Iruvai) weht der Wind nicht aus
Südwest, von Mai bis September (Südwestmonsun oder Hulhangu) nicht aus Nordost. Alle anderen Windrichtungen oder auch Windstille sind zumindest
vorübergehend möglich.
(auszugsweise)Quelle: Därr, Wolfgang: "Malediven" DUMONT Reisetaschenbuch
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